„Finding Hessen“ – Tino Leo zu Gast an der AES
Wie schon vor drei Jahren, als er mit seinem Stück zur Märzrevolution 1848 „Einigkeit und Recht und Freiheit“ bei uns auftrat, gelang es auch in diesem Jahr der Fachbereichsleiterin Hizniye Dursun, den Mainzer Schauspieler und Autor Tino Leo als Gast an der AES zu gewinnen. Dort begeisterte er am vergangenen Dienstag die anwesenden Schülerinnen und Schüler der beiden Geschichts-Tutorien der Q1.i
Im Format des „Histotainment“, das „history“ und „entertainment“ miteinander verbindet, brachte uns Tino Leo gewohnt kurzweilig und informativ die wechselhafte Geschichte Hessens näher. In dem von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung beauftragten 45-minütigen Stück, das einen Längsschnitt von ca. 2.000 Jahren von den Germanen bis ins 20. Jahrhundert darbietet, schlüpfte Tino Leo in verschiedene Rollen bedeutender Persönlichkeiten wie Bonifatius, Philipp I. dem Großmütigen, Georg Büchner, Elisabeth Selbert und vielen weiteren mehr. Mit sprachlicher Finesse, Witz und Liebe zum Detail führte der Schauspieler das Publikum in dem Ein-Mann-Stück an verschiedene Orte wie die Frankfurter Paulskirche, den Point Alpha oder das Notaufnahmelager in Gießen. Auch kurze Exkurse in die mit dem Werdegang Hessens verbundene Weltgeschichte durften nicht fehlen. Dass er dabei sang, verschiedene Dialekte imitierte und lautstarke Plädoyers vornahm, machte die Geschichte umso lebendiger.
Unmittelbar nach der Aufführung nahm sich Tino Leo Zeit, um mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen. Hier erfuhren sie, dass er seine Stücke selbst konzipiert und schreibt sowie weitere Details zu seinem Konzept und seinen Intentionen. Dabei gab er einen kurzen Einblick in die monatelange Arbeit, die hinter dem Stück steckt, die ihn neben Gesprächen mit Historikerinnen und Historikern auch zu den wichtigsten historischen Orten führt. Auch interessierte Nachfragen zu seinen weiteren Stücken und beruflichen Tätigkeiten wie die des Synchronsprechers beantwortete er mit Charme und Geduld.
Hoffentlich dürfen wir uns auch in Zukunft ein weiteres Mal freuen, Tino Leo als Gast der Albert-Einstein-Schule zu begrüßen. Dementsprechend: „Bis bald, Tino!“
(Ruben Schaal)