Das Schneewunder
Am Morgen des 26.01.26 gab es viel vor und im Unterricht zu erzählen. Der Tag startete mit einem moderaten Schneefall. Viele Kinder berichteten davon, dass der Weg zur Schule beschwerlich war, einige wurden von ihren Eltern zur Schule gefahren und wieder andere konnten aufgrund nicht fahrender Busse leider die Schule nicht erreichen.
Natürlich war die Pause im Schnee das Ereignis des Tages. Es wurde wahnsinnig viel mit dem Schnee gebaut und man nutzte die unübliche Schneemenge für allerlei Ideen.
In meinem Unterricht nach der ersten großen Pause erzählte mir die 06G3, dass sie ein Iglu und Schneemänner auf dem Osthof gebaut hätten, doch leider hätten diese nicht die Pause überlebt…
Die traurigen Gesichter meiner Schülerinnen und Schüler brachten mich auf eine Idee. Ich blickte aus der Turnhalle ins Freie und sah, dass es sehr viel Schnee auf unserem Sportfeld gab. Kurzerhand entschied ich mich dazu, den Kindern anzubieten, sich wieder anzukleiden und gemeinsam mit mir auf das Sportfeld zu gehen. Die Kinder ließen sich für diese Idee begeistern und keine fünf Minuten später standen wir draußen im Schnee.
Die Klasse begann sofort mit dem Werk. Die Kinder formten große Schneekugeln. Aus Erfahrung kann ich sagen, die waren ziemlich schwer. Die Schneekugeln wurden ggf. nochmal halbiert, dann gemeinsam gestapelt, so dass nach und nach die Wände eines Iglus entstanden. Die Kinder sprachen sich ab, halfen sich gegenseitig, teilten sich Handschuhe, betrachteten immer wieder ihr Werk und bearbeiteten es weiter. So entstand in einer halben Stunde ein Iglu mit einem Durchmesser von ca. 2m und einer Höhe von 1,40m. Leider reichte die Zeit nicht mehr, um die Kuppel für das Dach zu bauen. Sehr schade, aber ich bin stolz auf die Leistung der Kinder! Mir hat die Stunde im Schnee Spaß gemacht und mich wird die Erinnerung an das Schneewunder noch lange begleiten.
(Sandra Tiesler)